Spuren von Siedlungen gehen von der  Bronzezeit (1250 - 750 v. Chr.) über die Früheisenzeit  Hallstattperiode 800 - 400 v. Chr. durch noch heute sichtbare Grabhügel) bis hin zur Römerzeit ("Römerstraße" durch die Markung der Gemeinde), Freilegung eines römischen Gutshofes, einer Villa mit großen Nebengebäuden). Alemannen besiegten im 3. Jahrhundert die Römer und bauten auch die Siedlung Kösingen. Ihre Toten bestatteten sie in Reihengräbern. 1974 wurde ein Reihengräberfeld mit wertvollen Grabbeigaben freigelegt. Neben heidnischen Beigaben wurden bereits christliche Symbole entdeckt, die auf eine frühe Christianisierung schließen lassen.

Die Kirche ist dem heiligen  Sola geweiht (+ 3. Dez. 794), einem angelsächsischen Mönch und Mitarbeiter des hl. Bonifatius. Der mächtige quadratische Turm  (12. Jahrh.) war anfänglich die eigentliche Kirche; 1710 wurde er im Stil der Zeit zwei Stockwerke erhöht und mit einer Zwiebelhaube versehen. Diese erweiterte Kirche erhielt 1721 vom berühmten Meister Dominikus Zimmermann den wohl schönsten, sicher aber originellsten Altar einer Dorfkirche. Beide Seitenaltäre sind mit dem Hauptaltar zu einer Einheit zusammengefasst, wobei beim Hauptaltar sogar die Mensa zum Halbkreis geschwungen ist. In der Glorie über dem Hauptaltar wird Sankt Sola als Abt mit Stab dargestellt.

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