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24 10. 2017

Antonius

Maria Claret

Textfeld: Bischof  von Santiago in Kuba
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an!
OktoberRosenkranzmonat

„Wer Eifer hat, wünscht, dass Gott immer mehr
erkannt und geliebt wird.“

Antonius María Claret y Clará wurde am 23. Dezember 1807 in Sallent bei Barcelona geboren und war als Sohn eines Webers dazu bestimmt, auch Weber zu werden. Dabei erwies er sich als so geschickt und technisch begabt, dass man ihn zum technischen Direktor einer großen Weberei gemacht hätte, aber er wollte Priester werden; 1835 wurde er zum Priester geweiht.

Da es in Spanien eine Priesterschwemme gab, ging Antonius nach Rom zu den Jesuiten, die ihn als Wanderprediger nach Spanien zurück schickten. Es war die Zeit des Bürgerkrieges; trotz aller Gefahren predigte er unermüdlich und saß stundenlang, um die Beichte vieler Menschen zu hören. Er bewirkte erstaunliche Bekehrungen und besaß die Gabe, auch die geheimen Gedanken der Menschen zu verstehen; er konnte in die Zukunft blicken, Heilungen wurden ihm zugeschrieben. Außerdem veröffentlichte er viel und war der meistgelesene Autor seiner Zeit; er gründete einen katholischen Buchclub und fand so Millionen Leser.

Antonius gilt ob seiner großen missionarischen Erfolge als Bekehrer Katalaniens. Zur Unterstützung seiner Ziele gründete er 1849 die Bruderschaft der "Söhne des unbefleckten Herzens der Maria", die Claretiner. Ebenso wirkte er anschließend auf den kanarischen Inseln und dann in Kuba, wo er 1850 Erzbischof von Santiago wurde. Dieser Bischofsstuhl war zuvor über sechzig Jahre lang verwaist gewesen, entsprechend war der geistig-moralische Zustand des Bistums. In Kuba gründete er den weiblichen Zweig des Ordens, die Claretinerinnen, die "Lehrschwestern der reinen Maria". Aber es gab auch Widerstand gegen sein Wirken, bei einem Attentat wurde er verletzt, dann wunderbar geheilt.

Als Antonius schon befürchtete, von Madrid aus abgesetzt zu werden, wurde er 1857 überraschend als Seelenführer der spanischen Königin Isabella II. und ihrer Tochter an den königlichen Hof gerufen. Hier gewann er großen geistigen Einfluss, 1859 wurde er auch Präsident des spanischen Königsschlosses Escorial. Er re-christianisierte den verweltlichten Königshof, konnte bei Bischofsbesetzungen seinen Einfluss geltend machen, begleitete das Königspaar bei Reisen durch das Land und verband damit Predigten und Exerzitien. So wurde er der geistliche Führer seines Volkes. Auf der Anreise zum 1. Vatikanischen Konzil starb Antonius am 24. Oktober 1870 in Fontfroide bei Narbonne. Seine Gebeine wurden nach Vich in Spanien überführt. Er gilt als einer der größten Heiligen des modernen Spanien.