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Apostel

Matthias

SA

Textfeld: 24. 02.
2018

Festtag

Von Matthias gibt es wenig sichere Nachrichten; er kam nach der Himmelfahrt Christi durch das Los - auch Joseph Barsabbas stand zur Wahl - als Nachrücker in das Apostelkollegium, um den Platz des Judas einzunehmen (Apg 1, 28). Nach unsicheren Berichten stammte Matthias aus einer wohlhabenden Familie in Bethlehem; er habe Jesus in jungen Jahren kennen gelernt und zu den 70 Jüngern gehört, die der zur Verkündigung des Reiches Gottes aussandte (Luk 10, 1).

Matthias wirkte nach verschiedenen Legenden in Judäa für den Glauben, wurde wegen seiner Heilungen, Bekehrungen und gelehrten Predigten beim Hohen Rat verklagt, zum Tode verurteilt, gesteinigt und nach römischem Brauch mit dem Beil enthauptet. Anderen Überlieferungen zufolge soll er in Griechenland oder im Kaukasus oder in Äthiopien den Glauben verkündet haben und im Jahr 63 zuerst gesteinigt, dann mit dem Beil erschlagen worden sein.

Matthias' Reliquien sollen in Rom in S. Maria Maggiore bestattet, dann in Teilen mit Unterstützung von Helena. der Mutter Kaiser Konstantins, durch Bischof Agritius nach Trier gebracht worden sein; schriftliche Zeugnisse darüber liegen erst aus dem 9. Jahrhundert vor. Ein  Matthias-Kult entfaltete sich in Trier seit der Wiederauffindung der zeitweise verschollenen Reliquien um 1050. Weitere Reliquien liegen in Pavia.

„St. Matthias hab' ich lieb, / denn er gibt dem Baum den Trieb."

Wenn Mattheis kommt herbei, / legt die Henne das erste Ei."

Bild: John von Berry: Petites Heures, 14. Jahrhundert:

Matthias (rechts) mit dem Propheten Daniel. Bibliothèque nationale de France in Paris

Mattheis / bricht das Eis."

Mattheis bricht's Eis -

find er keins,

so macht er eins."

Bauernregeln