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OktoberRosenkranzmonat

Simone Martini, wohl um 1320, National Gallery of Art, Washington

Werkstatt von Simone Martini, wohl um 1320, National Gallery of Art in Washington

Werkstatt von Simone Martini, wohl um 1320, National Gallery of Art in Washington

SIMON trägt den Beinamen "Zelotes" - aramäisch "Kananäus", deutsch "der Eiferer" - weil er der politisch radikalen Bewegung der Zeloten angehörte, die gewaltsam die römischen Fremdherrscher aus Israel vertreiben wollte. Das Neue Testament nennt ihn in der Aufzählung der 12 Jünger.

Manche Überlieferungen nennen Simon als Apostel unter den Juden und erzählen von seinem Martyrium, er sei enthauptet, nach anderen Quellen zersägt worden.
Die Legende benennt Simon und Judas Thaddäus als Brüder. Nach der Legenda Aurea wirkte Simon in Syrien und Mesopotamien zusammen mit Judas Thaddäus, dann in Persien, wo beide dem Feldhauptmann des Königs von Babylon, Baradach, Sieg und Frieden prophezeiten, was sich tatsächlich und unmittelbar am nächsten Tage ereignete. 

Wiederholt zum Vernichten der feindlichen Gewalten aufgefordert, war ihr ständiges Wort: "Nicht zu töten, sondern lebendig zu machen sind wir gekommen." Nach zahlreichen Wundertaten, mit denen sie die Machtlosigkeit der Zauberer bewiesen und die Abgötter stürzten, entfachten die Zauberer im Lande einen Aufstand der Priester, die beide Apostel erstachen, nach anderen Legenden enthaupteten oder Judas mit einer Keule, Simon mit einer Säge zu Tode martern ließen. Der König ließ die Leichen der beiden Heiligen suchen, bestatten und eine große Kirche darüber bauen.

JUDAS THADDÄUS war der Sohn eines Jakobus und einer der Jünger Jesu; er ist nicht zu verwechseln mit Judas Iskariot, der Jesus verraten hat. Judas Thaddäus wird im Neuen Testament sonst nur einmal erwähnt im Johannesevangelium (14, 22) mit der Frage, warum Jesus seine Abschiedsrede exklusiv den Jüngern und nicht der ganzen Welt offenbare.

Die Überlieferung nennt Judas Thaddäus meist zusammen mit Simon dem Zeloten und nennt die beiden als Brüder von Jakobus dem Jüngeren. Der ihm immer wieder zugeschriebene "Brief des Judas" im Neuen Testament, der letzte der so genannten katholischen Briefe, stammt sicher nicht von ihm.

Nach den Überlieferungen wirkte Judas zusammen mit Simon in Syrien und Mesopotamien, dann in Persien, wo beide dem Feldhauptmann des Königs von Babylon, Baradach, Sieg und Frieden prophezeiten, was tatsächlich gleich am nächsten Tag Wirklichkeit wurde.