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Papst

21. 08. 2019

Mittwoch

Pius X.

Textfeld: Die Mutter

Eintrag der Geburt und der Taufe

Elternhaus in Riese mit Geburtszimmer

Giuseppe Sarto kam als Sohn eines Bergbauern und Briefträgers am 2. Juni 1835 in Riese bei Treviso zur Welt. Als Kind war er ein lieber Junge und begeisterter Messdiener. Er absolvierte Gymnasium und Theologiestudium in Padua und wurde 1858 zum Priester geweiht. 1875 wurde er Domherr in Treviso, 1884 Bischof von Mantua, 1893 Patriarch von Venedig und 1903 schließlich Papst. Unter Tränen soll er damals die wählenden Kardinale gebeten haben, von seiner Wahl abzusehen, da er dem Amt nicht gewachsen sei.
Pius gilt als Reformer wurde vor allem bekannt als Seelsorger, ein innerlicher und frommer Mann, einfach und verständlich in seiner Rede, er suchte die
Nähe einfacher Menschen. Sein eigenes Bistum Rom, sollte Vorbild sein für andere. "Alles in Christus erneuern" lautete sein Leitmotiv. Die Erneuerung des Gottesdienstes war ihm ein Anliegen, er setzte die gregorianischen Gesänge in der Liturgie wieder ein, stellte ein neues Brevier als Standard für die ganze Kirche auf, befürwortete eine frühe Erstkommunion und die regelmäßigen Eucharistiefeiern, förderte die Bildung seiner Priester, führte regelmäßig Visitationen durch und nutzte wo immer möglich die Gelegenheit, als Beichtvater den Menschen im Beichtstuhl nahe zu sein. Er rief auch die Laien zur Durchführung sozialer Aktionsprogramme unter Aufsicht der Kirche auf, womit er die römisch-katholische Aktionsbewegung vorwegnahm.

Politisch und philosophisch war er sehr konservativ. Er verantwortete den "Antimodernisten-Eid", eine jährlich zu wiederholende Eidesformel aller katholischer Geistlichen, in der sie den Irrtümern der Moderne abschwören sollten, darunter auch der historisch-kritischen Methode der Bibelauslegung. Sein Erlass von 1907 verurteilte 65 modernistische Behauptungen. In Südamerika vermittelte er erfolgreich in Grenzstreitigkeiten, Konflikte gab es aber mit den katholischen Ländern Frankreich, Portugal und Spanien, das 1910 sogar die diplomatischen Beziehungen zum Vatikan abbrach.
Pius starb am 20. August 1914 in Rom und wurde im Petersdom beigesetzt. An seinem Grab sollen sich zahlreiche Wunder ereignet haben.