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Märtyrer

16. 09. 2019

Montag

Kornelius

und Cyprian

Kopf-Reliquiar von 1360 im Korneli-Münster in Aachen

KORNELIUS    Cornelius aus der vornehmen römischen Familie der Cornelier wurde 251 nach fünfzehnmonatiger Vakanz zum Bischof von Rom gewählt. Er vertrat die Mehrheit gegen eine starke Minderheit um den römischen Priester Novatian: strittig war die Frage, wie mit den Christen umgegangen werden solle, die unter dem staatlichen Druck unter Kaiser Gajus Decius aus Angst ihren Glauben verleugnet hatten. Cornelius stellte sich entschieden auf die Seite der Nachsichtigen und Vergebungsbereiten, diese Haltung entsprach der des Bischofs von Karthago, Cyprian. Die Minderheit wählte Novatian zum Gegenpapst Auf der römischen Synode von 251 wurde er aber wieder abgesetzt.

Der römische Kaiser Valerian verbannte Cornelius 253 nach Centumcellae, dem heutigen Civitavecchia bei Rom, weil er nicht bereit war im Marstempel Opfer darzubringen. Er wurde enthauptet und in der Calixtus-Katakombe bestattet. +++   Das Korneli-Münster in Aachen bewahrt den Kopf, dazu Grab- und Schweißtuch von Cornelius als Reliquie.

CYPRIAN  entstammte einer vermögenden aristokratischen Familie. Und wurde um 200 in Karthago, dem heutigen Tunis geboren. Er genoss eine gute Ausbildung, war ein glänzender Redner und erfolgreicher Advokat. Bischof  Caecilianus wurde sein Freund und brachte ihm das Christentum nahe. Ostern 246 ließ er sich taufen und verschenkte seinen Besitz. Bald wurde er Priester und bereits zwei Jahre nach seiner Taufe von der christlichen Bevölkerung Karthagos gegen seinen Willen und sein Sträuben zum Bischof gewählt.

Mit dem Bischofsamt in der Hauptstadt Nordafrikas wuchs ihm zugleich auch eine Vorrangstellung vor den rund 150 afrikanischen Bischöfen zu. Fast zeitgleich, im Jahr 250, begannen die schweren Verfolgungen durch Kaiser Decius.  Cyprian musste die Stadt verlassen, er leitete die Gemeinden mit Briefen aus seinem Versteck. In dieser Zeit fielen zahlreiche Christen vom Glauben ab. Als die Verfolgungen 251 unter Kaiser Gallus endeten, musste die Kirche entscheiden, wie mit den Abgefallenen und den in ketzerischen Gemeinden Getauften zu verfahren sei. Cyprian trat in den Streitigkeiten mit dem Gegenpapst auf die Seite des römischen Bischofs Cornelius: Auch Cyprian war bereit, den Abgefallenen gegenüber Milde walten zu lassen, wollte aber keinesfalls die Gültigkeit der Ketzertaufe anerkennen. In diesem Punkt folgte er nicht der vom römischen Bischof Stephanus I. begründeten Tradition, was zu heftigen Auseinandersetzungen führte.

Als unter dem römischen Kaiser Valerian eine neue Verfolgungswelle einsetzte, wurde Cyprian 257 nach Curubis im heutigen Tunesien oder Libyen verbannt, dann zurückgeholt und in Karthago verurteilt und enthauptet. Auf dem Richtplatz gab er dem Henker fünf Goldstücke, da dieser ihm das Himmelstor öffne, verband sich selbst die Augen und neigte seinen Kopf. Es geschah am 14. September 258.

Sein Haupt befindet sich im Korneli-Münster in Aachen, andere Reliquien sind in Lyon und Compiègne. Cyprian zählt zu den bedeutendsten Kirchenschriftstellern und war im Mittelalter nicht zuletzt wegen seiner Schrift  "Von der Einheit der Kirche" angesehen, die sich mit der hierarchischen Organisation der Kirche befasst.