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Birgitta

von Schweden

MO

23. 07.

2018

Priester, ünder

Mutter, Ordensgründerin, Schutzpatronin Europas

Textfeld: Bild Holzschnitt  von Albrecht Dürer  (1471-1528)  Visionen der Birgitta

Birgitta wurde um 1303 in Finstad bei Uppsala geboren war die Tochter von Birger Persson, dem "Lagmann" - dem Chef der Verwaltung und der Rechtsprechung - von Uppland, der zugleich einer der reichsten Grundbesitzer Schwedens war.

Als Birgitta elf Jahre alt war starb ihre Mutter; ihr war kurz vor Brigittas Geburt, als sie bei einem Schiffbruch gerettet wurde, die Madonna erschienen und hatte ihr ein "seliges" Kind prophezeit. Schon im Alter von sieben Jahren hatte auch Birgitta Visionen vom gekreuzigten Christus, aber auch teuflischer Ungeheuer, die sie mit dem Kruzifix bannte. Mit Dreizehn heiratete sie Ulf Gudmarsson, den späteren Lagmann von Närke. Sie gebar acht Kinder, ihre Tochter Katharina folgte ihr später auf dem Weg ihrer klösterlichen Berufung.

Hoch geachtet war Birgitta bald schon ob ihrer Wohltätigkeit und Frömmigkeit. +++   1335 wurde Birgitta Hofmeisterin der Gemahlin von König Magnus Eriksson. Mit ihrem Mann unternahm sie 1342 eine Wallfahrt nach Santiago di Compostela. Als ihr Mann 1344 starb, häuften sich die Visionen. Ihre über 600 in schwedischer Sprache schriftlich festgehaltenen Visionen wurden übersetzt und verbreitet, sie sind vor allem für die Darstellung der vor dem Kinde knienden Maria geltend gemacht worden.

Dann zog sie sich in die Nähe der Zisterzienserabtei von Alvastra zurück, wo sie ein Leben in Armut führte, das ganz dem Gebet geweiht war. Visionen wiederholten sich nun immer häufiger, sie empfand sich als Braut Christi und erhielt in ihren Visionen Auftrag und Regeln für eine Klostergründung, die zur Reform des Mönchswesens beitragen sollte. Sie gründete den nach ihr benannten Birgittenorden, dem sie ergänzte Augustinerregeln gab und der Schwestern und Priester, eine Klosterfamilie als Symbol der Urgemeinde, umfasste.

König Magnus stellte Birgitta 1346 das Gut Vadstena am Vättersee zum Bau eines Ordenshauses zur Verfügung. 1349 begab sie sich nach Rom, um die Anerkennung des Birgittenordens zu erwirken, die 1370 durch Papst Urban V. erfolgte. Ihr Haus in Rom wurde zur Herberge für Pilger aus dem Norden, sie kümmerte sich um Obdachlose und unterstützte Arme. Verwandtschaftlich mit der schwedischen Königsfamilie verbunden und politisch engagiert, kritisierte sie den Lebenswandel von Priestern und Bischöfen und setzte sich ein für die Rückkehr des Gegenpapstes von Avignon nach Rom. Birgitta starb am 23. Juli 1373 in Rom kurz nach ihrer Rückkehr von einer Pilgerreise nach Jerusalem. 1374 erfolgte die Überführung in ihre Heimat nach Vadstena