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Klara

von Assisi

Dienstag

11. 08. 2020

Textfeld: Ordensgründerin
Leichnam im Glasschrein in der Krypta der Kirche S. Chiara in AssisiGiotto: Klara und Franziskus, Fresko, 1279 - 1300, in der Oberen Basilika in Assisi

Giotto: Klara und Franziskus, Fresko, 1279 - 1300, in der Oberen Basilika in Assisi

Klara von Assisi wurde 1193 in Assisi in Italien geboren und starb daselbst am 11. August 1253.

Klara stammte aus einer adligen Familie von Assisi. Der Mutter hatte ein Traum vor der Geburt des Kindes gezeigt, dass ein Licht von diesem ausgehen werde, um die christliche Welt zu erleuchten.

( Klara heißt übersetzt die Leuchtende) Entgegen der Vorstellungen ihrer Familie, die eine standesgemäße Heirat erwartete, wurde sie Anhängerin des Franziskus, der sie sehr beeindruckte. Im Alter von 18 Jahren floh Chiara aus ihrem Elternhaus mit Franziskus in die Portiuncula- Kirche unterhalb der Stadt. Franziskus schnitt ihr feierlich die Haare ab, bekleidete sie mit dem groben Bußgewand, sie legte ihm die Gelübde von Armut, Keuschheit und Gehorsam ab. Es gelang ihr, den ihr nachstellenden Familienangehörigen die Unwiderruflichkeit ihrer Entscheidung klarzumachen, indem sie ihnen ihr geschorenes Haupt zeigte; als aber ihre Schwester Agnes ihr auch noch nachfolgte, schreckte die Familie selbst vor Gewalt nicht mehr zurück.

Franziskus gründete für Klara, ihre Schwester Agnes und weitere Gefährtinnen nun den „Zweiten Orden der Armen Frauen” als Zweig der Franziskaner; die Benediktiner von S. Angelo überließen ihnen das Kirchlein San Damiano,

wo Klara als Äbtissin der sich rasch vermehrenden klösterlichen Gemeinschaft vorstand. Ihre Schwester Beatrice folgte ihr schließlich ebenso dorthin wie ihre Mutter.

Die schon als Kind kränkliche Klara war ab 1224 ganz ans Bett gefesselt, von hier aus leitete sie ihren sich in mehreren Klöstern ausbreitenden Orden. Tiefe Frömmigkeit und Geduld in den schweren Leiden wie auch  zahlreiche wunderbare Heilungen und Begebenheiten wurden ihr nachgesagt. Als 1240 und noch einmal 1241 die Assisi belagernden Sarazenen schon die Mauer ihres Klosters erstiegen hatten, ließ sich die schwer erkrankte Klara vor die Pforte tragen, hielt die Monstranz in ekstatischem Gebet empor und trieb die Feinde in die Flucht.

Papst Gregor IX. bat sie um ihr Gebet in der Stunde seines Todes mit dem Hinweis: „Ich bin sicher, dass du beim höchsten Richter erwirken wirst, was immer deine Beharrlichkeit in der Hingabe und deine zahllosen Tränen erbitten.” Zwei Tage nach der Bestätigung der Ordensregel durch Papst lnnozenz IV. starb Klara. In der gotischen Kirche Sankt Klara in Assisi, erbaut 1257 - 1265, befindet sich die Grabstätte mit dem bis heute unverwesten Leichnam. Das Kloster

S. Damiano ist fast unverändert erhalten, im Garten dieses Kloster schrieb Franziskus seinen berühmten „Sonnengesang”. Der später als Klarissen- oder Franziskanerinnenorden bezeichnete Orden fand alsbald ungeheuer weite Verbreitung.

Leichnam im Glasschrein in der Krypta

der Kirche Sankt Klara in Assisi