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Damasus I.

MO

11. 12.

2017

Papst

Damasus wurde 305 in Spanien geboren und war später Diakon in Rom bei seinem Vorgänger Liberius. Mit ihm ging er in den Streitigkeiten um den Arianismus ins Exil, nach dessen Tod wurde er als Damasus I. 366 zum Bischof von Rom gewählt. Eine Minderheit unterstützte aber Gegenpapst Ursinus. Jahrelange Kämpfe und blutige Auseinandersetzungen folgten; 377 wurde Damasus des Mordes bezichtigt, eine von ihm einberufene Synode sprach ihn aber frei.

Damasus vertrat stark den Primatsgedanken, den Gedanken der Vorrangsstellung des römischen Bischofs vor allen anderen Bischöfen, und begründete dies vor allem mit der Tatsache, dass in Rom das Grab des Apostels Petrus sei; seitdem und bis heute trägt der Bischofssitz von Rom den offiziellen Titel "Sedes apostolica", "apostolischer Stuhl".

Er kämpfte gegen den Arianismus und beauftragte Hieronymus, eine gültige lateinische Übersetzung der Bibel zu fertigen; es entstand die "Vulgata", die bis heute von höchster Bedeutung blieb. Damasus trat für den Zölibat ein und verpflichtete verheiratete Priester zur Enthaltsamkeit. In seine Zeit fällt das 1. Konzil von Konstantinopel.

Papst Damasus starb am 11. Dezember 381 in Rom. Heute noch tragen ein Krankenhaus und eine Kirche in Rom Damasus' Namen; die Damasus-Kirche steht an der Stelle, an der Damasus die Kirche für Laurentius bauen ließ.