Abgerundetes Rechteck: Abgerundetes Rechteck: Abgerundetes Rechteck:
Abgerundetes Rechteck:

Andreas Kim Taegon, Priester und Paul Chong Hasang, Katechist und Gefährten.

20. 09. 2019

Freitag

Koreanische

Märtyrer

Saenamteo Memorial Martyr Church in Seoul

Myeong-dong Catholic Church in

Seoul Cathedral

Die christliche Missionierung erreichte Korea im 17. Jahrhundert, als einige Exemplare des katholischen Missionars Matteo Ricci in chinesischer Sprache von Peking aus über die jedes Jahr dorthin entsandte Tributdelegation nach Korea gelangte. Neben der christlichen Lehre enthielten diese Bücher viel wissenswertes über westliche Lehren, darunter ein Beispiel über ein genaues Kalendersystem und vieles mehr, was die Aufmerksamkeit der Sirhak -Gelehrten erregte, die die Schule des Praktischen Lernens gegründet hatten.

Im 18. Jahrhundert gab es unter diesen Gelehrten und ihren Familienangehörigen eine Anzahl von Konvertiten oder potentiellen Konvertiten. Der erste Priester, der Jesuitenpater Peter Grammont, kam 1785 nach Korea. Er ging heimlich über die Grenze nach Korea und begann damit, Gläubige zu taufen und Priester zu ordinieren. Die Zahl der Konvertiten nahm kontinuierlich zu, obwohl die Verbreitung einer ausländischen Religion auf koreanischem Boden immer noch gegen das Gesetz verstieß und es auch sporadisch zu Verfolgungen kam.

Die erste Verfolgung der Christen erfolgte in der Zeit von 1839 bis 1846. In dieser Zeit wurden insgesamt 79 Blutzeugen an verschiedenen Orten gezählt. Aus dieser Gruppe sind zwei namentlich genannt: Andreas Kim Taegon und Paul Chong. Im Jahr 1863 leiteten zwölf koreanische Priester eine Gemeinde von 23000 Gläubigen. Als im selben Jahr der ausländerfeindliche Prinzregent Taewongun die Macht übernahm, kam es zu ernsthaften Verfolgungen der Christen, die solange. andauerten, bis er seine Macht 1876 wieder verlor und Korea gezwungen wurde, Verträge mit dem Westen zu unterzeichnen. Nach dieser weiteren Verfolgungswelle zählte man am Ende 103 Blutzeugen. 1925 wurden neun Koreaner die während der Verfolgungen in der Choson-Zeit ihr Leben für ihren Glauben gelassen hatten, im Petersdom zu Rom selig gesprochen. 1968 kamen 24 weitere hinzu.

Während des Koreakrieges und in der Zeit danach wurden immer mehr katholische Hilfswerke gegründet, auch die Zahl der Missionare nahm zu. Die katholische Kirche gewann mehr und mehr an Boden, so wurde 1962 ihre Hierarchie begründet. 1984 feierte die Römisch-Katholische Kirche in Korea ihr 200 jähriges Bestehen, Höhepunkt war der Besuch von Papst Johannes Paul II., damit verbunden  die  Heiligsprechung von 93 koreanischen und zehn französischen Märtyrern. Es war dies das erste Mal, dass eine Heiligsprechung außerhalb des Vatikans stattfand.