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Albert

der Große

DO

15. 11.

2018

Priester, ünder

Ordensmann, Bischof von Regensburg, Kirchenlehrer

Bild: Aus Jovius´ Vitae Illustrium Virorum

Textfeld: Albertus Magnus, Albert der Große, stammte aus einer Ministerialenfamilie und wurde 1193 bei Lauingen an der Donau geboren. 1223 trat er in Padua in den erst zehn Jahre alten Dominikanerorden ein und wurde bald als Professor nach Köln geschickt, wo er eine Ordensuniversität gründete, aus der sich später die Kölner Universität entwickelte. Er förderte den Plan zum Bau des Kölner Domes, richtete Ausbildungsstätten an den  Dominikanerklöstern in Straßburg, Freiburg im Breisgau und Hildesheim ein und lehrte 1243 bis 1244 an der theologischen Fakultät in Paris, einer seiner ersten Schüler dort war der später berühmte Thomas von Aquin. 
Albertus bereiste ab 1257 im Auftrag seines Ordens als Provinzialoberer den Westen Europas. Zu Fuß reiste er von Kloster zu Kloster und sorgte für die Einhaltung der strengen Regeln. Im Gehorsam gegenüber dem Willen von Papst Alexander IV. übernahm er 1260 das heruntergewirtschaftete Bistum Regensburg. Er war zwei Jahre Bischof von Regensburg und warb dann 1263/64 in Böhmen und Deutschland mit Predigten für den 7. Kreuzzug. 1264 bis 1266 lehrte er in Würzburg, danach in Straßburg, bevor ihm der Papst 1269 die Rückkehr in die Ruhe des Klosters in Köln erlaubte. 
Albertus war einer der ganz großen theologischer Lehrer des Mittelalters und einer der ersten großen mittelalterlichen Naturwissenschaftler in den Fächern Medizin, Biologie, Chemie, Physik, Astronomie und Geografie, daher sein Ehrenname "Doctor Universalis". Aber auch der Verdacht der Zauberei wurde deshalb gegen ihn erhoben. 
 Seine Gelehrsamkeit umfasste auch arabisches und jüdisches Gedankengut. Er verfasste grundlegend neue Werke und war zu seiner Zeit mit der Autorität des Aristoteles zu vergleichen. In seiner "Summa Theologiae", seiner umfassenden Darstellung der Theologie, erschienen um 1270, versuchte er aristotelisches Gedankengut mit den christlichen Lehren zu vereinen. Bei alledem war Albertus ein frommer Beter und ein demütiger und bescheidener Mensch. Er starb am 15. November 1280 in Köln. Seine Reliquien ruhen in der Kölner Sankt-Andreas-Kirche.

„ Tut dies

 zu meinem Gedächtnis!`

 

An diesem Satz ist

zweierlei zu beachten:

Das eine ist der Auftrag,

dieses Sakrament

zu vollziehen,

was mit den Worten

gemeint ist: `Tut dies!`

Das andere ist,

dass das Sakrament ein Gedächtnis des Herrn ist,

der für uns in den Tod geht.

Er sagt: `Tut dies!`

Kein Auftrag ist nützlicher, liebevoller und heilsamer, keiner liebenswerter;

kein Auftrag kommt dem ewigen Leben so nahe.“


 
Albert der Große