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Festtag  -  Apostel und Evangelist

21. 09. 2019

Samstag

Apostel und Evangelist

Matthäus

 

Caravaggio

„Matthäus und der inspirierende Engel, 1602

Kirche San Luigi die Francesi

in Rom

Matthäus hieß ursprünglich Levi. Die ersten drei Evangelien erwähnen, dass er Zöllner in der antiken Hafenstadt Kapernaum war - also einer der von den Juden verachteten - weil im Dienst der römischen Besatzungsmacht stehenden - Steuereintreiber. Markus nennt ihn "Levi, den Sohn des Alphäus" (Mark 2, 14), Lukas nennt ihn einfach "Levi" (Luk 5, 27). Das Evangelium, das seinen Namen trägt, berichtet, wie Jesus ihn vom Zolltisch weg berief und mit ihm aß (Mat 9, 9). Aus seinem Beruf als Zöllner kann man schließen, dass Matthäus über eine gewisse Bildung verfügt haben muss. Den Namen Matthäus erhielt er von Jesus.

Matthäus taucht in den neutestamentlichen Berichten nicht häufig auf. Drei der Evangelisten erwähnen - neben der Geschichte seiner Berufung - nur, dass er einer der zwölf Apostel war (Mt 10, 3; Mark 3, 18; Luk 6, 15). Lukas berichtet von einem Festmahl mit vielen Gästen, das er anlässlich seiner Berufung ausrichtete (Luk 5, 29).

Matthäus gilt in der Tradition als der Verfasser des ersten Evangeliums. Der Überlieferung nach zog er nach Abschluss dieser Arbeit nach Parthien um das Evangelium zu verkünden. Dort soll er im Jahre 42 gestorben sein.

Seine Reliquien liegen seit 954 in der nach ihm benannten Kathedrale von Salerno, die 1085 von Papst Gregor VII. geweiht wurde und bald ein wichtiger Wallfahrtsort wurde. Die Redensart "es ist Matthäi am letzten" ist seit dem 16. Jahrhundert verbreitet und meint, der Betreffende habe bald kein Geld mehr - das bezieht sich auf den früheren Beruf des Matthäus als Steuereintreiber.

Bauernregeln

„Trifft Matthäus ein /
soll die Aussaat fertig sein!“

 

„Matthäuswetter hell und klar /
bringt guten Wein im nächsten Jahr!“

Mt