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Ordensmann

21. 06. 2019

Freitag

Aloisius

von Gonzaga

Luigi, Erbprinz derer von Gonzaga, wurde am 9. März 1568 in Castiglione delle Stiviere bei Mantua geboren und von seiner Mutter fromm erzogen. Ab seinem zehnten Lebensjahr war er als Page am florentinischen Hof der Medici in Brescia sowie am Hof von König Philipp II. von Spanien tätig. Er lernte dort nicht nur die führenden Leute seiner Zeit kennen, sondern auch die Sittenlosigkeit, Brutalität und Frivolität der führenden Schicht. Aus Protest dagegen und unter dem Einfluss von Kardinal Carl Borromäus gelobte er im Alter von zwölf Jahren ewige Keuschheit, trat 1585 seine Erbschaftsansprüche an seinen jüngeren Bruder ab und trat in den Jesuitenorden ein - gegen den Willen des Vaters, weil der in diesem Orden keine Chance sah, seinen .Sprössling zu Kardinalsehren kommen zu sehen und entsprechend davon zu profitieren.

Luigi reiste nach Rom, um dort - noch nicht zwanzig Jahre alt - sein Noviziat bei den Jesuiten zu beginnen. Zwei Jahre später wurde er ordiniert. Auch ohne Rechtstitel blieb er der bestimmende Mann in seiner Familie, dessen Autorität trotz seiner Jugend respektiert wurde, nachdem der Vater schon bald gestorben war. Luigis Noviziat wurde durch schwere familiäre Streitigkeiten und territoriale Machtkämpfe belastet, in denen er zu vermitteln suchte. In seinem Orden widmete er sich theologischen Studien, vor allem aber der Krankenpflege. In zahlreichen Briefen betrieb er Seelsorge an Jugendlichen.

Luigi starb am 21. Juni 1591 in Rom während einer Pestepidemie, nachdem er sich bei der Pflege von Kranken die tödliche Ansteckung selbst holte. Er hinterließ Briefe und Schriften, die besonders für die Bildung der Jugend beispielgebend waren. Die Volksfrömmigkeit hat leider das Bild des Heiligen vielfach verzeichnet.

Luigis Reliquien werden in der Kirche S. Ignazio in Rom aufbewahrt.